Ich habe jetzt das "Verständnisproblem" aus dem Topic-Titel rausgenommen... es GIBT ja ein Boot-Problem.
Sowohl schwache Stromversorgung als auch Kabelfehler kann ich definitiv ausschließen. Außer natürlich wenn das nagelneue Oginool-Raspi Netzteil defekt ist. Details:
Raspi-Netzteil "45W", freilich bringt es bei 5,1V (das ist ja das einzige was der RPi5 zieht) "nur" 5A, also gut 25W.
Der RPi5 braucht unter Vollast (die er weder beim Booten noch im Betrieb auch nur annähernd erreicht - Lüfterchen langweilen sich) unter 10W. Die Sundtek zieht max. 0,5A (hängt an USB2 und hat ein externes Netzteil für die LNB-Speisung), also 2,5W. Eine NVMe SSD wird mit 8-10W angegeben. "Meine" externe SSD ist eine 1,8" Intenso "Premium" (falls es Jemanden interessiert: Produktnummer 3823450), die mit geringem Stromverbrauch beworben wird, allerdings kann ich keine Zahlen finden. Es ist nicht gerade ein Ferrari, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mehr als 10W zieht. Sie hängt am RPi an USB3, kriegt also mehr als 0,5A wenn sie mehr möchte.
Ich mag mich irren, aber eine SSD zieht besonders viel Strom bei Schreibvorgängen, weniger beim Lesen. Wenn die MLD mal läuft und der VDR zwei Aufnahmen parallel macht, dann laufen am RPi tatsächlich mal hörbar die Lüfter und die SSD hat maximal viel zu tun. Diese Betriebsart ist absolut stabil. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass ich ein Hardwareproblem habe.
Franky hatte bei seinen Tests auch festgestellt, dass es gar keine energiehungrige SSD braucht, um das Problem nachzustellen - ein simpler USB-Stick genügt.
Ich habe natürlich in der fstab gespielt. Weder "0 0" hat etwas geändert, noch dass ich mal testweise mit Option "nofail" auf die Bühne gegangen bin.
Vielleicht hilft uns folgende Beobachtung: Beim Booten wartet der RPi ein paar Minuten lang, wie man ja im Logging auch sehen kann. Schließlich blinkt das blaue LED Lämpchen an der SSD dreimal. Genauer gesprochen: Das Lämpchen hat die ganze Zeit Dauerlicht, auch während der Wartezeit. Die Timeouts kommen irgend wie ohne dass sich an der SSD irgend was bewegt. Bis die Zeit endlich um ist: Das Blinkmuster ist AAAAAAN, Aus, An, Aus, Aaaan... (innerhalb ca. 1/2 Sekunde) dann dauert es nochmal 1-2Sekunden und DANN ERST kommt die EmergencyShell. Mangels funktionierendem <ESC> kann ich nicht sehen, was bis dahin an Meldungen aufläuft, aber das Systemlog ist da ja im Grunde auch pusthum noch aussagefähig.
Nachdem ich die EmergencyShell mit <Strg>+D verlassen habe dauert's nur paar Sekunden, dann blinkt mich die SSD genauso nochmal an, dann gehen die Lichter am Sundtek an und danach auch das LiveTV Bild.
Schon wieder ein endloser Roman von mir...
Es handelt sich ja ganz offensichtlich um ein RPi5 spezifisches Problem. Da im Systemlog x-fach Powersaving-Einträge sind MAG ES SO SEIN, dass das Energiemanagement nicht gescheit funktioniert, bis die MLD mal läuft. Mit dem Start des VDR ist aber alles "ready" und auch die USB-Devices "spielen mit".
Vorschlag zur Güte bzw. Bitte: Wenn ich die SSD aus der fstab raus nehme (die MLD braucht sie ja selber ansich gar nicht), würde dann der Bootvorgang erstmal durchlaufen, vermute ich. Aber wenn das so wäre, was müsste ich tun, damit beim Start des VDR die SSD als /data gemountet wird? Also wie "Mounten" geht wüsste ich, aber wo ich das dann einbauen müsste weiß ich nicht. Es gibt bestimmt irgend welche Skripte, die ablaufen, wenn VDR startet/stoppt/einen Timer startet u.ä. Könnte mir dazu bitte Jemand unter die Arme greifen?
Es gab mal ein deutsches VDR Wiki, das gibt's seit Jahren nicht mehr. Bei yaVDR bin ich vermutlich nicht richtig, und im englischen VDR-Wiki hab ich Probleme, etwas zu finden. Wir sind hier bei MLD, nicht bei VDR, aber ich hoffe, dass mir hier Jemand die kleinen Geheinisse lüften mag.